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Journaling ist in aller Munde und wird häufig als moderne Version vom Tagebuchschreiben bezeichnet. Wenn du diesen Blogpost gelesen hast, dann weißt du: Wie geht Journaling eigentlich und hast 8 Tipps, wie du mit Journaling anfängst. Da es keine genaue Definition von Tagebuchschreiben ist, finde ich kann man es damit gleichsetzen. Denn in welcher Form man das Ganze macht, wie oft usw. ist komplett individuell. Dieser Blogpost gibt dir einen umfassenden Einblick zu dem Thema. Wie immer gilt: Du findest deinen Weg am besten, in dem du es ausprobierst. Daher habe ich dir weiter unten ein Printable verlinkt, das du nutzen kannst als Vorlage! 

Was ist Journaling überhaupt?

Journaling bedeutet nichts anderes als Dinge aufzuschreiben. Das können Gefühle, Ziele, Erfolge, Gedanken ganz allgemein oder oder sein. Also ähnlich wie ein Tagebuch, erweitert durch das Niederschreiben deiner Gefühle. Eine Sache ist in meinen Augen sehr wichtig: Tatsächlich Stifte und Papier (bzw. ein Booklet/Journal) zu benutzen. Während du schreibst, nutzt du deine linke Gehirnhälfte (sie ist die analytische/rationale) und was dann rechts passiert ist folgendes: Du hast freie Kapazitäten, um kreativ, intuitiv und im Fühlen zu sein. 

Das Ergebnis ist häufig, dass sich Blockaden lösen und wir die Welt wieder mit andere Augen sehen. In meinen persönlichen Journaling Sessions sind schon häufig Dinge rausgekommen, die ganz plötzlich auf dem Papier standen und die ich so gar nicht wirklich in Gedanken auf dem Schirm hatte. 

Das Wort „Journaling“ kommt vom lateinischen Wort “diurnal”, was „täglich“ bedeutet. Im 15. Jahrhundert nannte mein ein sog. “Diurnalis” ein Buch, in das man tägliche seine Gebetsstunden notierte. Daraus wurde dann das französische Wort “Journal“, das den Tag dokumentierte. Mittlerweile wird es vor allem im Rahmen der Persönlichkeitsentwicklung genutzt. Die USA sind da wie immer etwas “schneller” dran und nutzen es dort schon etwas länger. In Deutschland gibt es den “Journaling” Trend mittlerweile auch. Wie gesagt ist es für mich ein modernes Wort für’S Tagebuchschreiben. Anstatt aber wie in der Jugend eher Logbuch-artig täglich reinzuschreiben, möchte ich dir mit diesem Blogpost zeigen, was alles möglich ist, damit das Journaling dein Leben ein bisschen besser macht! 

Übrigens gibt es eine ganze Reihe an erfolgreichen und Berühmten Menschen, die auch “journaln” bzw. gejournalt haben! Sieh selbst: 

Marie Curie, Mark Twain, Albert Einstein, Thomas Edison, Tony Robbins, Tim Ferriss, Oprah Winfrey, Stephen R. Covey, um nur ein paar zu nennen. Sie sind alle große Visionäre und sind in ihrem Leben überaus Erfolgreich geworden. 

Stephen R. Covey sagte übers Journaling: 

“Keeping a personal journal, a daily in-depth analysis and evaluation of your experiences is a high-leverage activity that increases self-awareness and enhances all the endowments and the synergy among them.” 

Warum du journaln solltest: 

Zunächst vermag eine Journal Routine sehr unscheinbar wirken, doch wie mit so vielem im Leben, wirken die kleinen Dinge oftmal sehr viel weiter! Dazu möchte ich dir mal folgendes Beispiel zeigen: 

Beispiel

Du hast eine 10-minütige Journal Session hinter dir. Das passiert:

  1. Du grübelst nicht mehr
  2. dadurch bist du besser gelaunt und schläfst abends besser ein
  3. Dadurch fühlst du tagsüber fitter und erholter und bist abends zufriedener
  4. Dadurch machst du wieder mehr Sport und ernährst dich gesünder
  5. Das wirkt sich harmonisch auf alle zwischenmenschlichen Beziehungen aus
  6. Es kann immer so weiter gehen! Je nach dem wie die Zusammenhänge in deinem Leben so sind.

Wissenschaftlich belegt?

Beim Schreiben mit Stift und Papier verbinden sich beide Gehirnhälften und neue neuronale Verknüpfungen entstehen.

Wie bereits oben beschrieben kann durch die Beschäftigung der linken Gehirnhälfte in der rechten der Freiraum geschaffen werden für’s Erschaffen, Kreieren und Kreativsein!

James Pennebaker von der University of Texas behauptet, dass regelmäßiges Journaln die Immunzellen (T-Lymphozyten) stärkt. Pennebaker glaubt, dass das Schreiben über stressverursachende Erlebnisse dazu führen, dass wir damit besser umgehen können und somit unser Körper weniger Stress ausgesetzt ist.

8 Tipps wie du anfängst und wie es dein Leben ein bisschen besser macht! 

 

1 Regelmäßigen Reminder in den Kalender setzen

Dinge, die wir erst neu etablieren möchten, machen wir nicht automatisch immer wieder – es ist einfach noch keine Routine geworden. Dadurch ist es dann häufig so, dass wir anfangs hochmotiviert sind. Du journalst einmalig und dann, Wochen, Monate später: Ups, keine einzige Journaling Session außer dieser einen gemacht! Um dieser “One Timer”-Problematik entgegen zu wirken, plane dir in einem wiederkehrenden Turnus deinen Sessions ein. 

Da ich ein Fan bin von “Mach es am besten sofort”, nimm dir doch jetzt direkt deinen Kalender bzw. dein Handy mit digitalem Kalender und trage dir zB jeden Monat einen Blocker für’s Journaling ein. Hierfür kannst du einfach die “Repeat” Funktion verwenden mit dem Handy. Natürlich kannst du auch wöchentlich oder 2-3 Mal wöchentlich einen Reminder eintragen. Meist reicht ein circa 15-minütiger Blocker. 

2 Verwende gesprochene Anleitungen 

15 Minuten ohne Anleitung einfach drauf losschreiben klingt in deinen Ohren unmöglich? Kein Problem. Du findest bei YouTube unzählige Journaling Sessions und ich habe da auch schon was in Planung. 
Ganz bequem kannst du einfach auf PLAY drücken und hörst zu und schreibst einfach das auf, was dir gerade zum gesprochenen Wort einfällt. Ich habe dir nachfolgend eine tolle Journaling Session von YouTube rausgesucht und ganz bald findest du auch meine eigene hier! (Update folgt!)

3 Fang mit ein paar Wörtern an – ohne Sätze

Du bist generell nicht so der Schreiber? Dann fass dich kurz. Verzichte auf ganze Sätze und schreibe einfach nur einzelne Wörter auf – und wenn doch Sätze kommen: Let it flow! 

Vielleicht helfen dir einfach 3-4 Bulletpoints! Somit hast du ganz geringen Aufwand eine Routine aus dem Journaling machen. Es geht nämlich nicht darum ganze Romane zu schreiben – es ist kein Wettbewerb. Es geht um das journaln an sich – den Prozess. 

4 Erstelle eine Journaling-Vorlage

Auch ohne vertonte Anleitung ist eine Vorlage für deine Journaling Session super hilfreich, um die Angst vor den weißen Seiten zu verlieren und einen Anfang zu finden. 

Mit einer Vorlage weißt du jedes Mal gleich zu Beginn, was du schreibst, denn sie besteht aus kurzen Fragen, Aufforderungen, Stichworten. Es gibt auch vorgedruckte Journals oder Tagebücher. Häufig passen so fertige Dinge aber nicht zu deinen individuellen Ansprüchen. Daher erstellst du bei diesem Punkt 4 deine ganz eigene Vorlage. 

Nachfolgend findest du zur Inspiration einige Beispiele, die dir helfen, deine eigene Vorlage zu erstellen:

  • Dankbarkeit für XX Dinge
  • Meine Intention für den Tag/die Woche/den Monat
  • Was ist mein “next step”, den ich gehen kann?
  • Meine Learnings heute/letzte Woche/letzten Monat

5 Nutze Journaling “Prompts” (Journaling Fragen)

Prompts – was? Sind letztlich ebenfalls Fragen und Denkanstöße, die dir helfen den Einstieg zu finden. Im Gegensatz von selbst gewählten Vorlagen (siehe Nummer 4) sind sie vorgegeben und gehen daher oftmals tiefer.

Durch Prompts tauchst du in dein Unterbewusstsein ab. Die Fragen sind nicht immer so einfach, du kannst sie auch mit Stichworten beantworten. Ich habe dir eine Vorlage an Fragen zusammengestellt! 

Du kannst sie hier downloaden: 

6 JOURNALING IDEE: Mache eine Stream of Con­scious­ness Session

Neben den bisher genannten Techniken, gibt es die sog. “Stream of Conciousness” Variante. Sie bezeichnet die ver­mut­lich frei­este Form des Schrei­bens. Es gibt bei dieser Variante gar keine Vorgaben, du schreibst einfach darauf los, was du denkst. Vielleicht ist es sowas wie “Hmm, ich weiß gar nicht, was ich grade schreiben soll und kommen mir blöd vor.” manchmal ergibt sich daraus dann einfach etwas. Sowas wie “Hmm ich kam mir neulich auch iwie blöd vor als das und das passiert ist.” Rechtschreibung, Grammatik, völlig egal. Unvollständige Sätze: macht nichts. Vielleicht landest du plötzlich bei tiefgründigen Gedanken, vielleicht schreibst du auch einfach nur eine Einkaufsliste für die kommende Woche. 

Die Methode ist vor allem dann toll, wenn du denkst, dass dein kopf überkocht vor Gedanken und To Do’s. 

Um zu starten, kannst du dir einen Wecker auf 5 oder 10 Minuten stellen und wenn er klingelt, hörst du einfach wieder auf. Ansonsten versuchst immer einfach das aufzuschreiben, was grad in deinem Kopf vor sich geht. 

7 JOURNALING IDEE:  Brief schreiben an dein Zukunfts Ich oder jemand anderen

Briefe schreiben machen wir zwar heutzutage deutlich weniger, aber wir kennen es eben oftmals besser und dadurch fällt es uns leichter. Daher kann es eine super Journaling Übung sein, einmal einen Brief an dich selbst oder eine andere Person schreiben. Du schickst ihn nur eben nie ab. Er bleibt in deinem Journal. Dabei gibst du Gefühlen Raum und kannst sie besser verarbeiten bzw. loslassen. Du bist traurig über etwas oder wütend? Dann lass deine Traurigkeit oder deinen Ärger auf dem Papier einfach raus. Du kannst Fragen in dem Brief formulieren, du kannst dich entschuldigen, du kannst eine Entschuldigung der anderen Person annehmen. 

Dir selbst einen Brief zu schreiben an dein Ich mit 70, 80 oder 90 Jahren oder nur in ein paar wenigen Jahren von heute kann einiges verändern. Es gibt sogar die Möglichkeit dir E-Mails zu schreiben, die dann zu einem von dir gewählten Zeitpunkt versendet werden. So könntest du beispielsweise deinen Brief abtippen und dir selbst in 5 Jahren zuschicken lassen. 

Oder du erinnerst dich via Mail immer daran, einen bestimmten Journaleintrag nochmal zu lesen. 

8 Starte jetzt sofort

Ja, genau jetzt. Du hattest schließlich eben Zeit, meinen Blogpost zu lesen, daher hast du bestimmt noch 5 Minuten Zeit – mehr muss es beim ersten Mal gar nicht sein. Du kannst die tolle Methode von Mel Robbins wählen – die 5 Second Rule – und zählst einfach rückwärts von 5,4,3,2,1 und los geht’s! Tut nicht weh und wird dich immens weiterbringen – ich verspreche es dir. 

Es muss auch nicht gleich ein tolles Journal sein, es reicht ein Blatt Papier und ein Stift! Langfristig kannst du natürlich ein schönes Journal wählen und einen besonderen Stift. Journaling ist quasi wie ein Date mit deiner Seele, daher darf es gerne auch mit schönes Material zelebriert werden, denn zu einem richtigen Date mit jemand anderem macht man sich ja auch hübsch. 

Fazit: 

Journaling ist nicht umsonst so populär geworden. Mich hatte vor allem die Vielzahl an erfolgreichen Menschen überzeugt, dass ich es ausprobiere. 

Da ich aber weiß, wie schwierig es manchmal ist, wenn etwas neu ist und man nicht so recht weiß, wo man anfängt, war es mir wichtig, diesen Blogpost zu dem Thema zu schreiben. Denn die Tools, die ich nutze und die bei mir und auch meinen Kundinnen bereits funktioniert haben, möchte ich unbedingt mit der Welt teilen, damit alle davon profitieren. 

Also probiere es aus – probieren geht wieder immer über studieren und stell dir deine ganz eigene Journaling Routine zusammen – vielleicht ist deine Routine auch, dass du gar keine feste Routine hast! Let it flow!