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Schiebst du auch gerne auf? Die Sätze „Das mache ich später“, “Jetzt habe ich keine Lust”, “Oh, nee ist mir zu anstrengend” sind Dauergäste in deinem Vokabular? Ob es um Aufräumen geht, die Wäsche machen, den Abwasch oder Sport? Auf lernen und die Steuererklärung hast du auch keine Lust? 

Du weißt eigentlich genau, dass es besser wäre, es einfach zu machen, doch trotzdem schiebst du diese Dinge immer weiter auf, scrollst durch Instagram und schreibst WhatsApp oder checkst Facebook anstatt endlich das zu tun, was dich weiterbringen würde?

Dir geht es wie einem Großteil der Menschen und dieser Artikel ist perfekt für dich, wenn du endlich nicht mehr Faul sein möchtest, sondern zum Umsetzer werden willst! 

In diesem Artikel lernst du:

  • Warum wir Menschen eigentlich faul sind
  • Wie du Faulheit überwindest
  • 9 Tipps, um endlich nicht mehr faul zu sein

Warum sind wir Menschen eigentlich faul? 

Dein Gehirn möchte es dir so angenehm wie möglich machen und bringt dich daher dazu, immer wieder Dinge zu tun, die dir Freude bereiten. Da gehören die Steuererklärung, der Abwasch und das Aufräumen in der Regel eher nicht dazu. Neben dem Freude ins Leben ziehen, möchte unser Gehirn Unangenehmes, das heißt negative Gefühle und Schmerz vermeiden. Wenn du also an etwas keinen Spaß hast, dann empfindest du negative Gefühle darüber und zack, möchtest es nicht mehr tun. 

Wir kriegen das bewusst oft gar nicht so mit. Unser Gehirn ist rasend schnell im Abwägen der anstehenden Optionen und du wirst in deinem Innendialog ganz plötzlich genug Gründe finden, wieso du die anstehende Tätigkeit dann nicht tun solltest. 

Meist kommt irgendwann ein Punkt, da sind die negativen Konsequezen des immer wieder Aufschiebens und nicht Umsetzens schlimmer und schmerzhafter, als es endlich anzugehen. Dieser nahende Schmerz kann eine Deadline/Frist sein, eine nicht passende Hose oder der abschreckende Blick in den Spiegel oder die Finanzamtsmahnung für die Abgabe der Steuererklärung. 

Dann fangen wir endlich an und plötzlich ist es total schnell erledigt. 

Faulheit entsteht im Prinzip aus mangelnder Motivation. Das Wort Motivation kommt unter anderem von “Motiv”, das heißt einem Grund, der dich ins bewegen (lat. movere) bringt.  

Ein Motiv sollte immer von dir selbst ausgehen. Jemand anderes will, dass du abnimmst, dir ist das aber eig. egal und du fühlst dich wohl? Dann lass es! Du wirst es nicht dauerhaft schaffen, denn dir fehlt ein Motiv, dein Warum!

Übrigens: Man kann sich für manche Dinge für eine gewisse Zeit durch Willenskraft „zwingen“. Langfristig wirst du aber einbrechen, wenn du das Ganze falsch angehst! 

Wie überwindet man Faulheit?

Wir sind meist in einem kurzfristigen Denken gefangen und haben nicht im Blick, was langfristig das bessere für uns wäre und vermeiden so ungeliebte Aufgaben und schieben sie auf! Das heißt anstatt abends zu lesen, guckst du lieber sinnlose Serien und lässt dich berieseln und anstatt gesund zu essen wird es der Dönerteller plus Mayo und Ketchup! 

Grundlegend entsteht Bewegung und Aktion (also das Gegenteil von Faulheit) immer indem man in Aktion tritt. Die Basis, um überhaupt Lust zu haben, in Aktion zu kommen, ist es langfristig zu denken und sich immer wieder zu fragen, warum man jetzt überhaupt nicht mehr faul sein möchte! 

Übrigens: Nicht zu handeln ist auch eine Handlung, nämlich die bewusst Entscheidung, etwas nicht zu tun. 

Also egal, was du tust oder nicht tust. Wenn du das eine oder das andere tust, dann spielt es auf dein tägliches Konto ein. 

Du willst abnehmen? Dann überlege dir, was du tun musst und was du lassen musst um dein Ziel zu erreichen. Tust du dies nicht bzw. lässt du es nicht, dann hat das Konsequenzen. In diesem Fall, dass du dein Abnehmziel nicht erreichen wirst! Es ist einfache Mathematik! 

Im ersten Moment ist tatsächlich immer eine gewisse Form der Selbstdisziplin gefragt, wenn du ändern möchtest, was du bisher getan hast. Doch dabei solltest du sehr schlau vorgehen, bevor dir die Puste ausgeht und du wieder in alte Muster verfällst! 

Vor allem neigen wir sehr häufig davor, zu viel Veränderung auf einmal zu wollen und sind dann überfordert! Wenn du Faulheit überwinden möchtest, dann fang bitte mit kleinen Dingen an  und erst wenn du eine Sache meistern kannst, dann gehe zur nächsten! Irgendwann wird das Ganze wie beim Schneeballeffekt immer größer, denn du wirst Gefallen daran finden zum Umsetzer zu werden und endlich nicht mehr faul zu sein! 

Das Tolle ist nämlich, dass wir uns an das Gefühl, Dinge erledigt zu haben genauso gewöhnen, wie an die Belonung durch Handyscrollen, Internetsuchten und Essen oder Spielen. Das liegt daran, dass unser Körper das Glückshormon Dopamin ausschüttet, wenn wir etwas herausforderndes geschafft haben. Und genau davon wollen wir gerne mehr haben! 

Hier auf einen Blick: Die besten Tipps, um deine Faulheit zu überwinden! 

9 Tipps, um die Faulheit zu überwinden

1. Du musst nur den ersten Schritt gehen

In der Regel fällt uns die Tätigkeit an sich relativ leicht, wenn wir uns einmal überwunden haben. Meist komme ich dann recht schnell in den Flow, wenn ich mal gestartet habe. Daher habe ich mir angewöhnt, bei dem Anflug von Aufschieberitis, einen Timer von 1 Minute zu stellen. Dann lege ich los. Wenn ich dann nicht mehr will, darf ich aufhören. mache ich aber meist nicht! Probier es mal aus! 

Du kannst außerdem den sog. Zeitbasierten Ansatz wählen: Anstatt als Ziel zu haben die ganze Wohnung aufzuräumen (was dir vermutlich wie ein riesiger nicht schaffbarer Berg vorkommt), plane dir eine feste Zeit von bspw. 15 Minuten täglich ein, in denen du aufräumst. Damit ist schon eine ganze Menge geschafft! 

2. Starte klein

Wie bereits oben beschrieben, fangen wir leider viel zu oft an 10 Baustellen gleichzeitig an. Wir sind so genervt von den immer gleichen Dingen, dass wir plötzlich eine komplette Ernährungsumstellunge planen plus das tägliche perfekte Aufräumen und früher ins Bett wollen wir auch noch. Kennst du den Spruch: “Wenn du zwei Hasen jagst, fängst du keinen.”? Genau das versuchst du aber mit solchen Hauruck Aktionen. Die fühlen sich zwar am Anfang meist richtig gut an, aber am Ende scheitern sie schneller als wir gucken können! 

Du willst dich mehr bewegen? Mache nach jedem Toilettengang 10 Kniebeugen (Mache ich übrigens auch – kommt man sich zwar komisch vor, aber hilft trotzdem). 

Jedes Mal, wenn du diese eine kleine Sache schaffst, wirst du einen Erfolg innerlich verspüren und daran wachsen. 

3. Nutze den Willenskraft Akku

Stell dir einen Handyakku vor. Du kannst ihn nur einmal über Nacht aufladen. Ansonsten musst du den ganzen Tag von diesem Akku zehren. Jedes Mal, wenn du dich durch Willenskraft an dem Tag zu etwas zwingen musst, was dich anstrengt, verliert dein Akku ein paar Prozent seiner Ladung. Ganz am Abend ist er sehr wahrscheinlich leer. Wenn du also weißt, dass es dich sehr viel Willenskraft kostet etwas zu tun, dann empfehle ich, dass du es direkt morgens machst, wenn dein Akku noch ganz gut gefüllt ist. 

Ansonsten schone ihn wirklich ganz bewusst, damit er abends noch weit genug gefüllt ist! 

4. Wenn es weniger als 2 Minuten dauert: Mach es sofort!

Es gibt Dinge, die kann man ja eh nur bedingt aufschieben. Die Rechnung zu bezahlen, musst du eh iwann machen, deine Schuhe in den Schuhschrank? Wenn du das nächste Mal saugen willst, müssen sie eh weg! Den Müll weg bringen? Heute Abend muss er eh raus, weil er Morgen geholt wird? 

Das sind Beispiele für MIni Aufgaben, die du eh machen musst und sie daher am besten direkt erledigst. 

Aber Achtung: Verliere dich nicht in kleinen Dingen. Ich mache meist die eine große Sache, auf die ich keinen Bock habe am Tag als allererstes, denn dann ist ja (wie wir gelernt haben) die Willenskraft noch am besten ausgeprägt und wenn es etwas länger dauert ist es nicht so wild. Wenn du das geschafft hast, dann mache am besten die ganzen kleinen Dinge, die nur kurz dauern. Hierfür könntest du dir auch einen Timer stellen und vornehmen jetzt für 30 Minuten nur “Kleinvieh” zu erledigen. 

Der zwei Minuten Tipp soll dir helfen, Dinge einfach direkt zu erledigen, wenn sie eh anfallen (Klopapier leer? Hol direkt eine neue Rolle, sonst sitzt du nachher ohne neues Papier auf dem WC!)

5. Fast forward in die Zukunft – Die Konsequenz 

Ich liebe es mich mit meinem zukünftigen Ich zu verbinden. Zu schauen, was es für die Zukunft für mich bedeutet, wenn ich mich in einer gewissen Art und Weise verhalten. Was heißt es, gewisse Glaubenssätze nicht loszuwerden bzw. welche Konsequenzen hat das Faulsein für dich und dein zukünftiges ich?

Vor allem darfst du dich in diesem Fall mal auf das Negative konzentrieren. Was sind die negativen deiner Faulheit und Aufschieberei für deine Zukunft? Wenn du nicht willst, dass diese Zukunft eintrifft, dann verändere das, was du tust!

6. “Soziale Kontrolle”

Wir sind große Meister in der Selbstvera*****! Daher kann das Tool der sozialen Kontrolle dir unglaublich helfen, gerade am Anfang zu starten! Frag doch eine Freundin, ob sie dich kontrollieren kann, ob du abends die Chips weglässt. Das heißt du gibst ihr jeden Abend den Check, ob du dich dran gehalten hast bevor du ins Bett gehst! 

WIr wollen nämlich nicht bloßgestellt werden, sondern wir wollen Anerkennung und die bekommst du eben nur, wenn du dich dran hälst! 

Die härtere “Kontrolle” wäre eine Bestrafung. Dies könnte eine Geldstrafe sein, die du spenden musst an eine Organisation, die dir missfällt (Schräge Partei oder ähnliches). Die Bestrafung funktioniert nicht bei jedem, da manche Menschen sich aufgrund fehlenden Selbstwertes gerne bestrafen (zB mit schlechtem Essen, etc.). Was hier das passende ist für dich, kannst du super in einem Coaching herausarbeiten. (Hier geht es zu meinem Einzelcoaching

7. Basis schaffen: genug Schlaf und gute Ernährung

Dein Willenskraft- und Energieakku ist nur so weit gefüllt und wird nur auf 100% aufgeladen, wenn du ihn auch mit einem guten Ladegerät und dem richtigen Strom befüllst. Dies steht für die Menge an Schlaf, die du dir gönnst und die Ernährung, mit der du deinen Körper verwöhnst. 

Dein Gehirn braucht ausreichend gute Nahrung, um gut versorgt zu sein. Ist es das nicht, wird es nicht mehr gut arbeiten können und es braucht viel mehr Anstrengung deine Dinge durchzuziehen.  

Sobald dein Gehirn nicht mehr genug Energie hat, schaltet es unwichtige Prozesse ab. Dazu gehört z.B. auch die Fähigkeit Willenskraft zu beweisen. 

Wenn du zu wenig oder schlecht schläfst, dann kann dein Gehirn nicht mehr so gut Energie aufnehmen. Du wirst merken, dass du deutlich klarer und ruhiger sowie stressfreier denken kannst, wenn du genug geschlafen hast. 

8. Positives Reframing 

Mit den Aufgaben, auf die du keine Lust hast und die die aufschiebst, wirst du höchstwahrscheinlich negative Gefühle verbinden. Daher kannst du an dieser Stelle ansetzen: Verändere deine Gefühle, die du mit der Tätigkeit verbindest für die du zu faul bist. 

Du könntest dies zum Beispiel tun, indem du dich auf eine gewisse Art und Weise belohnst und zwar teilweise schon während der Tätigkeit. Du gehst nicht gerne laufen? Dann darfst du ab sofort nur noch während dem Laufen gehen deine Hörbücher hören usw. 

Ansonsten kannst du dir immer wieder vorstellen, wie gut du dich zB nach einer Tätigkeit fühlst und dadurch eine Mindset Veränderung kreieren. Ich habe Sport bspw. früher auch gehasst und mittlerweile liebe ich es! 

9. Hinterfrage dein Warum

Ist dein Ziel überhaupt attraktiv für dich und zieht dich an? Du solltest dein Warum genau kennen!

Warum möchtest du eigentlich eine aufgeräumte Wohnung? Warum möchtest du gesünder essen? Warum möchtest du dich selbstständig machen? Usw. Wenn dein Wunsch und dein Warum groß genug ist, wird das der größte Antreiber für dich sein! Manchmal ist es auch ok, ein Ziel loszulassen bzw. zu akzeptieren, dass du dir vielleicht ein anderes Warum und Ziel suchen solltest. 

Fazit:

„Für den Fleißigen hat die Woche sieben Heute, für den Faulen sieben Morgen.“ – Deutsches Sprichwort

Versuche dich immer wieder mit deinen Zielen zu verbinden und den langfristigen Nutzen für dich hinter einer Tätigkeit zu sehen. Aufräumen ist für mich mittlerweile absolut wichtig, weil ich dann mehr Energie habe für mein Business. 

Ich kann dir verraten, dass es ein so geniales Gefühl ist, wenn du nicht mehr faul bist, sondern so wie ich zur Motivationsqueen (oder King) wirst!Wie immer gilt: Fang direkt mit einer Sache an! Einfach machen!