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Ich war wirklich ein schüchternes Kind. Wenn mich heute Menschen kennenlernen, dann können sie das oftmals gar nicht glauben. Doch selbst bis ins Erwachsenenalter wollte ich nicht unbedingt auffallen. Ich habe mich nämlich immer viel zu sehr um die Meinung anderer geschert. 

Ich war sogar in der Schule immer ein Durchschnittskind. Nie zu gute Noten, aber auch nie zu schlechte – eben nicht auffallen. Ich mochte es nicht, wenn ich plötzlich das Gesprächsthema war und im Mittelpunkt stand. 

Spannenderweise stand ich trotzdem gerne auf der Bühne, war im Chor, in der Tanzgruppe, dich bloß nie alleine. Als ich mit 15 mal ein Solo in meinem Chor singen musste, habe ich mich schon vor der Generalprobe übergeben müssen. 

Ich habe heute betrachtet fast ein wenig Mitleid mit meinem früheren, unsicheren Ich.

Jeder Mensch hat eine eigene Wahrnehmung

Warum es so viele Meinungen auf der Welt gibt? Weil jeder Mensch seine eigene Wahrnehmung hat. Die Realität ist eine Illusion, denn wenn du einen roten Ball betrachtest, dann gibt es nicht einfach nur einen roten Ball. Es gibt einen roten Ball, so wie du ihn siehst und einen roten Ball so wie ich ihn sehe und jeweils einen roten Ball, wie ihn die ganzen anderen Menschen sehen, die anschauen. 

“Everything we hear is an opinion, not a fact.

Everything we see is a perspective, not the truth.”

— Marcus Aurelius

Das heißt auch über dich gibt es unglaublich viele Meinungen und Ansichten. Es ist ein natürliches Bedürfnis, gemocht zu werden, da wir als soziale Wesen natürlich das Bedürfnis haben dazuzugehören. Und es ist auch unglaublich toll, wenn wir Meinungen anderer hören, auch unsere eigenen Sichtweisen mal überdenken und uns verändern. ABER: Wenn du merkst, dass es dich blockiert, du deine Meinung nicht offen äußerst oder dich Dinge nicht traust, dann solltest du daran arbeiten, dass dir die Meinung anderer über dich weniger wichtig wird.  

6 Anzeichen, dass du zu viel darüber nachdenkst, was andere von dir halten:

  1. Du probierst anderen Menschen alles recht zu machen und hörst darauf, was sie sagen.
  2. Du traust dich nicht zu sagen, was du wirklich denkst oder fühlst.
  3. Du hast Angst davor, Dinge anders zu machen, als du sie normalerweise machst.
  4. Bestimmten Menschen gehst du aus dem Weg, weil ihr Auftreten dich einschüchtert.
  5. Manchmal tust du Dinge, die du eigentlich gar nicht tun willst und bereust es im Nachhinein.
  6. Du weißt nicht genau, was du persönlich eigentlich magst, weil du deine Meinung immer deinem Umfeld anpasst.

 

7 Tipps & Gedanken, um endlich dein Ding zu machen und sich von der Meinung anderer nicht beeinflussen zu lassen. 

 

1) Everybody’s darling is everybody’s fool

Von jedem gemocht zu werden ist nicht möglich. Du kannst dich ja auch nicht wie ein Chamäleon drei Mal am Tag umziehen, nur weil irgendwem dein Outfit nicht passt. Du musst entscheiden, wofür du stehst und bpw. auch, was du gerne trägst und dann geht es darum, dass du dir selbst genug Selbstwert zu schreibst, dass du das auch nach Außen zeigst. Selbstwert ist nämlich ein elementarer Bestandteil von Selbstbewusstsein.  

Ich empfehle dir, erst gar nicht zu versuchen, alle alle glücklich zu machen mit deinen Entscheidungen – das funktioniert nicht. Es ist auch safe, dass manche Menschen dich einfach niemals mögen werden. Das ist ja eigentlich auch vollkommen okay, oder? Denn du magst vermutlich auch nicht jeden und findest jede Entscheidung in Ordnung, die andere fällen, oder?

 

2) Menschen haben sich schon immer “geredet”

Weißt du warum es Leute gibt, die immer “reden” und sich über andere das  “Maul zerreißen”? Weil es sie nach oben hebt, wenn sie andere runterreden. Diese Menschen reden nicht nur einfach über dich, sondern über ihre Kollegen, andere Familienmitglieder, die Kellnerin, ihren Chef und so weiter und so fort. 

Viele fühlen sich wie vor einem Spiegel, wenn sie sehen, dass jemand anderes vielleicht fleißiger, dünner, stärker, erfolgreicher oder sonst etwas ist. Dinge, die sie sich vielleicht wünschen. Dann fühlt man sich angegriffen, anstatt den Fokus auf sich selbst zu legen. 

Wenn du selbst merkst, dass dir das auch ab und an passiert, dann frage dich mal bei jeder Person, über die du “lästerst/hetzt”, was positiv an ihr ist. Keine einfache Frage! 

3) Wer ist dein “Tribe”?

Wenn du dich immer darauf konzentrierst bestimmten Menschen zu gefallen und vielleicht den “falschen” zu imponieren, dann kann es schnell passieren, dass du übersiehst, wer eigentlich wirklich zu dir passt. Natürlich kann es auch da mal zu unterschiedlichen Meinungen kommen, aber auf die Meinung der engen Freunde oder auch Mentoren darfst du Gegenzug definitiv wert legen. 

Nicht umsonst gibt es den Spruch “Gleich und Gleich gesellt sich gern”! Auch hier darfst du kritisch sein, wenn du in die Veränderung gehen möchtest, d.h. weil es von dir aus kommt. Manchmal möchte der eigene Tribe einen auch krampfhaft zurückhalten. 

Das Phänomen habe ich besonders oft in meinen Abnehm Kursen früher beobachtet: Es gibt ganze dicke Cliquen und dicke Familien. Wenn sich dort einer ändern möchte, dann irritiert das die Herde ganz schön und sie wollen nicht, dass jemand “ausbricht”. 

4) Manche Menschen haben einfach Langeweile

Wieso kommen Reality Shows wie Big Brother und der Bachelor so gut an? Warum schauen wir Reality Soaps, bei denen über Jahre immer und immer wieder die gleichen Dramen abgespielt werden. X betrügt Y, Z stirbt und so weiter? 

Zum Einen liegt es daran, dass es sich gut anfühlt, wenn man sieht, dass andere Menschen ganz andere Probleme haben. Zum Anderen ist vielen Menschen das eigene Leben einfach zu langweilig. Da wird sich lieber in eine fremde Welt geflohen. Mal selbst dosiert eine Runde Adrenalin einkassiert, um ja nicht zu viel aus dem eigenen Leben oder der eigenen Unzufriedenheit zu spüren.  

Natürlich spricht auch nichts dagegen sich mal eine Runde zu amüsieren, aber wenn man jeden Abend vor der Glotze hängt, dann – sorry – ist das nicht normal! 

 

5) Mach dir klar, was wirklich deine Meinung ist

Neben der Meinung anderer Menschen in deinem Umfeld, gibt es auch Meinungen von Massen, von Medien und Fremden. Und wenn dir deine eigene Meinung nicht klar ist, dann wirst du wie ein Schaf einfach der Horde folgen. Im Schutz bleiben und im schlimmsten Fall: leider in eine Richtung mitrennen, die dir gar nicht so gut gefällt 

Daher solltest du dir klar machen, was du wirklich willst, was dir wichtig ist, wer du sein willst und für welche Werte und Dinge du einstehst! Mach dich einmal komplett von Meinungen im Außen frei. Ratschläge von anderen Menschen, darfst du gerne einmal abgleichen mit deinen Meinungen und genauso ist es mit den Meinungen anderer und den Nachrichten. 

6) Lebe wirkliche Freiheit und deine Wahrheit

Wenn es dir anfängt egal zu werden, was andere von dir denken, dann wirst du viel freier leben. Erst dann kannst du deinen eigenen Weg gehen ohne immer auf eine “Genehmigung” von anderen zu warten. Das heißt, wenn es dir egal ist, was andere über dich denken, dann ist dein Level an Freiheit extrem hoch! 

Wenn das was du sagst, was du denkst und was du fühlst übereinstimmt, dann nennt man das authentisch leben. Genau das ist das schönste Gefühl auf der Welt, weil du einfach DU sein kannst und dich nicht verstellen musst. 

7) Du bist nicht das Zentrum des Universums

So sehr du dich auf dich fokussieren solltest und dich selbst für dich zum Zentrum des Universums machen darfst, so darfst du auch akzeptieren, dass du das für andere nicht bist. Aus dem Grund, warum andere über dich reden – nämlich um sich besser zu fühlen – so liegen für diese Menschen nämlich das Eigenwohl, das heißt sie selbst, im Fokus. Das klingt etwas kontrovers. 

Ich habe lange gedacht, dass manche Familienmitglieder mit Absicht Dinge machen, um mich damit zu ärgern. Das war die Story, die ich mir erzählt habe, weil ich dachte, dass sich alles um mich dreht. Und zwar nicht aus einem arroganten Egoismus raus, sondern einfach, weil wir denken, dass wir wichtiger sind für andere Menschen als wir es wirklich sind. 

 

Fazit:

In der Summe hängen alle oben genannten Punkte mit deinem Selbstwert zusammen. Erst wenn du dir selbst, deiner Einstellung und deinen Meinungen zu Themen ausreichend Wert zu sprichst, dann wirst du es schaffen, dass du dein Ding machst und dir die Meinung anderer egal wird. 

Du wirst merken, wie viel freier es sich anfühlt und wie toll es ist, ein Leader zu sein in deinem Leben und vielleicht auch für andere. Sobald du deine ersten Erfahrungen machst in diese Richtung, wirst du dich daran gewöhnen wieder in deiner Power zu sein und zu dir zu stehen. 

Der Klatsch und Tratsch der anderen verliert dann immer mehr an Bedeutung. Ganz immun ist man dagegen vielleicht nie. Aber selbst wenn ich heute mal merke, dass mich etwas doch angreift, dann kann ich rauszoomen und mich fragen, warum ich mich gerade angegriffen fühle. Hier merkst du auch meine Formulierung: Nicht JEMAND greift mich an, sondern ich selbst fühle mich so. Ich fühle mich angegriffen und lasse mich angreifen! 

Ich wünsche dir von Hezren viel Erfolg dabei, dein eigenes Ding zu machen!